Die Förderung junger Talente in der Keramikbranche nimmt bei ROHDE seit jeher einen enorm hohen Stellenwert ein. Seit vielen Jahren unterstützen wir aufstrebende Nachwuchskünstlerinnen und Künstler und stiften Preise wie beispielsweise den Young Talents Award auf dem Töpfermarkt in Iznang. Doch bei ROHDE verstehen wir die Förderung junger Menschen ganzheitlich – neben der Keramikszene auch auf Produktions- und Innovationsseite im technischen Bereich unseres Unternehmens. Daher gehen wir nun intern den nächsten Schritt und setzen konsequent auf den Nachwuchs: Seit Anfang September 2025 absolviert Leopold „Leo“ Stöttner die Ausbildung zum Technischen Produktdesigner für Maschinen und Anlagenkonstruktion am Standort in Prutting.
Der Weg hin zum Ausbildungsbetrieb ist für Geschäftsführer Manuel Rohde enorm wichtig, wird es doch immer schwerer, gute Fachkräfte zu finden. „Wir freuen uns, Leo diese Chance zu geben – auch, weil wir davon überzeugt sind, dass wir durch die Ausbildung in unserem Hause künftige Fachkräfte entwickeln, die sich mit unserem Unternehmen, der Region und der Branche identifizieren“, erklärt Rohde.
Genau das zählt auch für Leo Stöttner. Neben dem Wunsch, ein tieferes technisches Verständnis für die Prozesse zu entwickeln und das theoretisch Erlernte in die Praxis umzusetzen, schätzt er besonders das Arbeitsumfeld. „Ich habe sofort gemerkt, dass dem Unternehmen das Wohl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wirklich am Herzen liegt und das Arbeitsklima passt. Das war für mich ein entscheidender Faktor, die Ausbildung bei ROHDE anzufangen“, sagt Stöttner.
Dass ROHDE nun ein Ausbildungsbetrieb ist, liegt auch daran, dass die Teamkapazitäten und Betreuungsstrukturen betriebsintern in den vergangenen Monaten dafür geschaffen wurden. Denn für Manuel Rohde ist klar: „Einen jungen Menschen wie Leo auszubilden und ihm die Möglichkeit zu geben, voll in die Berufswelt einzusteigen, ist für beide Seiten nur dann nachhaltig, wenn auch eine gute Betreuung gewährleistet wird.“
Ausbildung mit Praxis und Perspektive
Verantwortlich für diese fachliche Begleitung zeichnet Ausbilder Christoph Linner. Für ihn ist es eine Premiere. Zum ersten Mal kümmert er sich federführend um einen Auszubildenen. „Ich habe den Beruf vor neun Jahren selbst erlernt. Leider habe ich in meinem damaligen Lehrbetrieb die Unterstützung in der Ausbildung etwas vermisst. Daher war für mich sofort klar, dass ich den Ausbilder-Schein mache, wenn die Chance dazu besteht. Nun möchte ich Leo auf seinem Berufsweg fachlich wie persönlich bestmöglich unterstützen.“
Der Beruf, früher unter dem Begriff Technischer Zeichner bekannt, hat sich in den vergangenen Jahren technisch enorm weiterentwickelt. Heute werden immer mehr physikalische Analysen, Messungen und Simulationen mit CAD-Programmen (Computer Aided Design) durchgeführt. Daher liegt ein zentraler Schwerpunkt der Ausbildung auf der Arbeit mit diesen Programmen. Sogar erste KI-gestützte Funktionen gehören heute zum Alltag eines Technischen Produktdesigners. „Die Besonderheit ist, dass das manuelle Zeichenbrett in dieser Form gar nicht mehr existiert“, erklärt Linner und ergänzt: „Aus Fertigungssicht ist die 2D-Zeichung zwar nach wie vor nicht wegzudenken. Doch auch hier wird es in den nächsten Jahren sicherlich weitere technische Fortschritte geben. Daher bin ich selbst sehr gespannt, welche Ausbildungsinhalte die Berufsschule vermittelt.“ Vor allem der Austausch mit Leo ist Linner wichtig. Auf diese Weise entstünden immer wieder interessante Sichtweisen und neue Perspektiven auf Themen aus dem Fachgebiet.
Die Ausbildung zum Technischen Produktdesigner dauert in der Regel 3,5 Jahre, kann aber bei entsprechenden Leistungen auf drei Jahre verkürzt werden. Neben der Arbeit im Betrieb in Prutting besucht Stöttner die Staatliche Berufsschule Wasserburg am Inn im Blockunterricht. Hier erwirbt er das nötige theoretische Wissen. Besuche im ROHDE-Produktionswerk im tschechischen Dyjàkovice oder in überbetrieblichen Lehrgängen runden die praktische Ausbildung ab.
Ein vertrautes Gesicht
Ganz neu ist Leo im Unternehmen nicht: Seit Februar 2024 unterstützt er verschiedene Teams in der Forschung und Entwicklung – zunächst bei der Artikelstammpflege, später im Bereich Technik, zuletzt in Vollzeit. „Dank meiner Tätigkeit als Aushilfe habe ich den Beruf und vor allem auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits kennengelernt. Die offene und herzliche Art aller Kolleginnen und Kollegen ist top und es macht wirklich Spaß, hier zu arbeiten“, sagt Stöttner. Mit dem offiziellen Ausbildungsstart schließt sich nun für ihn ein wichtiger Kreis. Die gesamte Firma wünscht Leo einen erfolgreichen Start und freut sich auf die gemeinsame Reise.
Nachwuchsförderung auch in Tschechien ein wichtiger Faktor
Dass ROHDE gerade in dieser Zeit jungen Menschen eine berufliche Perspektive bietet, ist ein klares Signal: Nachwuchsförderung ist für uns Herzenssache. Übrigens nicht nur am Stammsitz in Prutting: Auch im Produktionswerk in Tschechien bieten wir jungen Menschen in Kooperation mit den umliegenden Bildungseinrichtungen Praktikumsmöglichkeiten oder unterschiedliche Möglichkeiten für den Berufseinstieg. So haben wir in den vergangenen Wochen rund hundert Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Klassen aus der Region durch unser Werk geführt. Die Jugendlichen erhielten spannende Einblicke in unsere vielfältigen Berufsfelder und die Abläufe der Produktion – oft auch in Bereiche, die ihnen bisher unbekannt waren. Zugleich stellten wir ihnen unsere Praktika für weiterführende Schulen vor und informierten über unser soziales Engagement in der Region. Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von der modernen und sauberen Arbeitsumgebung sowie von der Offenheit unseres Teams vor Ort.